Wenn ich alles selbst machen möchte, wie geht das?

Wenn ich alles selbst machen möchte, wie geht das?

Ein CMS nach meinen Bedürfnissen

Rolle
Idee, Konzept & Design
Zeitraum
Endless
Plattform
macOS
Typ
CMS
Die Idee

Warum ein eigenes CMS?

Irgendwann wurde mir klar, dass ich mehr Zeit damit verbrachte, bestehende Systeme an meine Arbeitsweise anzupassen, als tatsächlich Inhalte zu entwickeln. Große CMS-Lösungen bringen unzählige Funktionen mit, die für meine Projekte nie relevant waren – gleichzeitig fehlten genau die Werkzeuge, die ich täglich benötigte.

Deshalb entstand mcs-admin. Nicht als Konkurrenz zu etablierten Systemen, sondern als konsequente Antwort auf meine eigenen Anforderungen. Jede Funktion entsteht aus einem realen Anwendungsfall und nicht, weil sie in einer Feature-Liste gut aussieht. Alles, was keinen Mehrwert bietet, bleibt bewusst außen vor.

Heute administriere ich darüber sowohl mcssolutions als auch mcs-pictures vollständig selbst. Inhalte, Projekte, Medien und zukünftige Erweiterungen laufen über eine gemeinsame Oberfläche. Dadurch sind mittlerweile drei eigenständig entwickelte Projekte technisch und administrativ miteinander verbunden, ohne ihre Individualität zu verlieren.

Das Besondere daran ist nicht die Menge an Funktionen, sondern der Fokus. mcs-admin wächst ausschließlich mit meinen Anforderungen. Neue Features entstehen genau dann, wenn sie einen echten Nutzen bringen. So bleibt das System übersichtlich, schnell und flexibel – ohne Ballast, ohne unnötige Komplexität.

Für mich ist das CMS deshalb weniger ein abgeschlossenes Produkt als vielmehr ein Werkzeug, das sich parallel zu meinen Projekten kontinuierlich weiterentwickelt. Jede Optimierung macht den täglichen Arbeitsablauf ein Stück effizienter und bildet die Grundlage für zukünftige Ideen.

Die Fragen

Erst die Fragen, dann das System

Bevor eine einzige Funktion entstand, stand eine Sammlung von Fragen. Nicht „Was kann so ein CMS alles?", sondern „Was brauche ich wirklich?" Aus dem anfänglichen Wunsch, ein bestehendes System nur etwas anzupassen, wurde schnell ein ganzer Fragenkatalog:

Welche Inhalte verwalte ich tatsächlich Tag für Tag — und welche nur in der Theorie?
Wie bringe ich mehrere eigenständige Projekte unter eine Oberfläche, ohne ihre Individualität zu verlieren?
Wie viel Technik will ich sehen — und wie viel soll im Hintergrund bleiben?
Wie sieht Bearbeiten aus, wenn Text und Bild gleich wichtig sind?
Was passiert mit einer Änderung — sofort live oder erst nach bewusster Freigabe?

DAS BAUEN

Vom Bedarf zur Funktion

Gebaut habe ich nicht in einem Rutsch, sondern Frage für Frage. Jede der offenen Fragen wurde zu einer kleinen Entscheidung — und jede Entscheidung zu einer Funktion, die sich im Alltag beweisen musste. Was sich nicht bewährte, flog wieder raus.

Angefangen habe ich bei der Oberfläche, nicht bei der Datenbank. Die Layouts entstanden komplett in Figma: erst sehen, wie sich das Verwalten anfühlen soll, dann die Technik darunter bauen. So blieb die Bedienung im Vordergrund und die Struktur folgte ihr — nicht umgekehrt. Aus einer Seitenverwaltung wurde eine klare Bereichslogik, aus einer simplen Bildliste das Sortieren per Ziehen, aus „irgendwie live schalten" ein bewusster Export mit Vorschau.

Die größte Herausforderung war die Balance: gerade genug System, um mehrere Projekte sauber zu trennen, aber nicht so viel, dass jede Änderung wieder eine Bedienungsanleitung braucht. Immer wieder stand die Frage im Raum, ob eine neue Funktion wirklich Arbeit abnimmt — oder nur die Feature-Liste verlängert. Im Zweifel blieb sie draußen.

Der eigentliche Fortschritt lag weniger in der Menge an Funktionen als in der Konsequenz. Statt ein fertiges Produkt zu bauen, entstand ein Werkzeug, das mit jeder realen Anforderung ein Stück mitwächst. Das Ergebnis: mcs-solutions und mcs-pictures laufen heute über eine einzige Oberfläche — technisch verbunden, im Charakter getrennt.

Heute

Was das System schon kann

Ausblick

Was als Nächstes kommt

Takeaway

Das beste Werkzeug ist das selbstgebaute

Am Anfang stand die Frage, welches CMS am besten zu mir passt. Die ehrliche Antwort war: keines von der Stange. Nicht, weil die etablierten Systeme schlecht wären — sondern weil sie für alle gedacht sind und damit für niemanden ganz genau. mcs-admin ist nie fertig, und das ist der Punkt. Es wächst mit jedem Projekt, jeder Optimierung, jeder neuen Anforderung ein Stück mit. Genau darin liegt der Wert: nicht in der Zahl der Funktionen, sondern darin, dass jede einzelne einen Grund hat. Manchmal ist der schnellste Weg zu einem Werkzeug, das wirklich passt, eben der, es selbst zu bauen.

Einblicke